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Mancher lehnt eine gute Idee bloß deshalb ab, weil sie nicht von ihm ist.

Louis Bunuel

Killerphrasen-Wächter gegen Killerphrasen

Welche Killerphrase hören Sie am häufigsten?

Nicht immer ist die Kommunikation offen und konstruktiv. Häufig verbergen Mitarbeiter im Team ihre wahren Einstellungen und Meinungen hinter Killerphrasen. Nach Clark (1973) sind Killerphrasen Scheinargumente, die dazu dienen sollen, die Vorstellungen und Ideen eines anderen als zur Problemlösung nicht geeignet hinzustellen.

Sie sind eine Form nicht-partnerschaftlichen Argumentierens, das den anderen herabsetzen, verunsichern, bloßstellen und mundtot machen soll. Killerphrasen zielen oft auf die Person und nicht auf die Sache. Sie liefern keinen konstruktiven Beitrag, killen neue Ideen und zerstören verlässlich ein Klima der offenen, freien Diskussion und des kreativen Denkens.

Es gibt viele Empfehlungen, wie Killerphrasen rhetorisch begegnet werden kann. Wir möchten hier deshalb Tipps geben, wie die Gesprächskultur im Unternehmen verbessert werden kann:

Wenn Sie in Sitzungen oder innerhalb eines Teams Killerphrasen unterbinden wollen, können Sie als Spielregel eine "Kasse der negativen Einstellungen" einführen: Für jede negative Bemerkung muss z.B. 1 Euro in die Kasse eingezahlt werden. Darüber hinaus könnten Sie einen "Killerphrasen-Wächter" festlegen, der jeden Versuch, ein Teammitglied mundtot zu machen, mit der roten Karte ahndet. Konsequent durchgeführt, werden Sie bereits nach kurzer Zeit feststellen, wie sich das Gesprächsverhalten und der Umgang im Team verbessern. Und wenn Sie dann die Einnahmen in der Kasse nutzen, um gemeinsam etwas Positives (z.B. Essen, Theater) zu unternehmen, dann stärken Sie den Zusammenhalt Ihres Teams ein weiteres Mal.

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Um Sie und Ihr Team zu sensibilisieren, hinter welchen Formulierungen sich Killerphrasen verbergen, haben wir Ihnen hier eine Liste als Denkanstoss zusammengestellt:

Wichtige/häufige Killerphrasen

  • „Darauf kommen wir noch zurück.”
  • „Das haben wir alles schon mal versucht.”
  • „Das haben wir schon immer so gemacht.”
  • „Das liegt nicht in Ihrem Verantwortungsbereich.”
  • „Das wird nie gehen.”
  • „Es funktioniert doch gut wie es ist.”
  • „Gute Idee, aber nicht für uns.”
  • „Nein.”
  • „Sie sind zu jung.”
  • „Stellen Sie sich den Papierkram vor.”

Denkanstöße zum Umgang mit Killerphrasen

  • „Warum eigentlich nicht?”
  • „Was kann ich anpassen?”
  • „Was kann ich verändern?”
  • „Was spricht dafür?”
  • „Was spricht dagegen?”
  • „Wo kann ich es einsetzen?”

... und 135 weitere Killerphrasen:

  1. "Alles graue Theorie."
  2. "Also so neu ist das ja auch wieder nicht. Haben wir schon vor zwei Jahren probiert. Ging schon damals nicht."
  3. "An Ihrer Stelle würde ich das auch behaupten."
  4. "Auch Sie werden sich der Tatsache nicht verschließen können, dass ..."
  5. "Bei uns geht das nicht."
  6. "Bei uns herrschen andere Bedingungen."
  7. "Bekanntlich ist es so, dass ... "
  8. "Bitte bedenken Sie unsere besondere Situation…" 
  9. "Da werden wir nur Schwierigkeiten kriegen."
  10. "Dafür gibt es Fachleute."
  11. "Dafür ist die Zeit noch nicht reif."
  12. "Dafür kriegen Sie nie die Mehrheit."
  13. "Dafür sind wir nicht zuständig."
  14. "Darüber brauchen wir ja gar nicht erst zu reden!"
  15. "Darüber reden wir ein anderes Mal."
  16. "Das bringt am Ende doch nichts ein."
  17. "Das dauert zu lange."
  18. "Das gehört nicht hierher."
  19. "Das geht im Augenblick nicht."
  20. "Das geht sowieso nicht."
  21. "Das geht uns nichts an."
  22. "Das habe ich nicht bearbeitet."
  23. "Das haben schon fähigere Leute als Sie nicht lösen können."
  24. "Das haben wir doch alles schon einmal ausprobiert…"
  25. "Das haben wir noch nie so gemacht."
  26. "Das haben wir schon alles versucht!"
  27. "Das hat Professor X längst geklärt."
  28. "Das ist alles graue Theorie."
  29. "Das ist doch alles viel zu theoretisch."
  30. "Das ist doch Blödsinn!"
  31. "Das ist doch bloße Theorie."
  32. "Das ist doch längst überholt."
  33. "Das ist doch viel zu umständlich."
  34. "Das ist gegen die Vorschriften."
  35. "Das ist grundsätzlich richtig, aber bei uns nicht anwendbar…"
  36. "Das ist interessant, aber eher ein Thema für eine spätere Sitzung. "
  37. "Das ist ja unmöglich."
  38. "Das ist juristisch nicht machbar."
  39. "Das ist lächerlich."
  40. "Das ist nicht unsere Sache."
  41. "Das ist schon 1952 widerlegt worden."
  42. "Das ist so nicht darstellbar."
  43. "Das ist viel zu teuer."
  44. "Das kann gar nicht gehen."
  45. "Das kann ja gar nicht funktionieren!"
  46. "Das kauft Ihnen keiner ab."
  47. "Das klingt ja ganz gut, aber..."
  48. "Das können Sie schwarz auf weiß nachlesen."
  49. "Das lässt sich nicht durchsetzen."
  50. "Das müssen wir alle noch einmal überschlafen."
  51. "Das nimmt dir doch keiner ab."
  52. "Das passt jetzt nicht ins Konzept."
  53. "Das siehst du völlig falsch."
  54. "Das sind Erfahrungswerte ..."
  55. "Das wächst uns doch über den Kopf."
  56. "Das war immer so."
  57. "Das widerspricht unseren Prinzipien."
  58. "Davon hast du keine Ahnung."
  59. "Dazu fehlt Ihnen der Überblick."
  60. "Dazu fehlt uns die Zeit."
  61. "Dazu müsste Herr ...(abwesend) Stellung nehmen."
  62. "Dazu müssten Sie unsere Historie kennen…
  63. "Dazu sind wir jetzt auch nicht in der Lage."
  64. "Der Chef wünscht es aber so."
  65. "Die Anweisungen lauten doch ganz anders."
  66. "Die jetzige Situation fordert, dass ..."
  67. "Die Marktforschung sagt doch ganz was anderes."
  68. "Die Mitarbeiter werden da nicht mitspielen."
  69. "Die spinnen doch!"
  70. "Die werden denken, wir sind nicht ganz bei Trost!"
  71. "Die werden denken, wir sind nicht ganz dicht!"
  72. "Du wirst zugeben, dass ..."
  73. "Durch Ihren Einwand geben Sie zu erkennen, dass..."
  74. "Es ist doch allgemein bekannt, dass ..."
  75. "Für Sie als emanzipierte Frau müsste es doch selbstverständlich sein..."
  76. "Geschwätz!" 
  77.  "Glauben Sie unserer langen Erfahrung."
  78. "Haben Sie das einmal durchgerechnet?"
  79. "Haben Sie denn die Personen, die das machen können?"
  80. "Haben Sie schon berücksichtigt, was für eine Papierflut das zur Folge hat?"
  81. "Haben Sie überhaupt einen Hochschulabschluss?"
  82. "Hat das schon einmal einer ausprobiert?"
  83. "Ich bin hier nur der Vertreter."
  84. "Ich habe ja nichts dagegen. Aber der Chef stellt sich bei solchen Dingen immer quer. Das können Sie vergessen."
  85. "Ich verstehe gar nicht, wo Sie da Schwierigkeiten sehen."
  86. "Ich will Sie ja nicht entmutigen. Aber eines kann ich Ihnen versichern: Mit diesem Vorschlag werden Sie sich sicherlich Ärger einhandeln."
  87. "Ich würde Ihnen ja gerne helfen. Aber allein kann ich die Verantwortung selbstverständlich nicht übernehmen."
  88. "Ideen haben wir selbst genug."
  89. "Ja, aber ..."
  90. "Keine Zeit für so etwas."
  91. "Kennen Sie denn nicht unsere Vorschriften?"
  92. "Klingt ja ganz gut, aber ..."
  93. "Komm doch endlich zur Sache."
  94. "Kommen Sie in sechs Monaten wieder."
  95. "Macht nur einen Haufen Arbeit."
  96. "Man weiß doch, dass sich so etwas nicht machen lässt."
  97. "Man würde sich aufregen."
  98. "Meinst du das im Ernst?"
  99. "Mist!"
  100. "Mit diesem Vorschlag werden Sie Ärger kriegen."
  101. "Nicht heute ... später."
  102. "Ohne jetzt die Diskussion unterbinden zu wollen…"
  103. "Quatsch!"
  104. "Schaffen wir nie."
  105. "Schon wieder Sie mit Ihren fixen Ideen."
  106. "Sei vernünftig und kein Narr!"
  107. "Sie haben recht, aber..."
  108. "Sie immer mit Ihren Ideen!"
  109. "Sie sind zu jung. Sammeln Sie zuerst ein bisschen Erfahrung."
  110. "Sie stellen sich das so einfach vor."
  111. "So geht das nicht."
  112. "So haben wir das früher doch (nicht) gemacht."
  113. "Theoretisch mag das ja richtig sein, aber praktisch…"
  114. "Theoretisch wunderbar, aber nichts für die Praxis. Die sieht ganz anders aus."
  115. "Überlegen wir uns das lieber noch eine Weile."
  116. "Um das beurteilen zu können, fehlt Ihnen das Fachwissen."
  117. "Um die Sache mal objektiv zu betrachten…"
  118. "Was glauben Sie, wozu ich studiert habe?"
  119. "Was hier wichtig ist, weiß ich selber."
  120. "Welcher Phantast ist denn darauf gekommen?"
  121. "Wenn das ginge, hätte es schon längst jemand anders so gemacht."
  122. "Wenn du richtig zugehört hättest, ..."
  123. "Wenn sich damit wirklich etwas anfangen ließe, wäre sicher schon früher jemand darauf gekommen."
  124. "Wer soll denn das bezahlen?"
  125. "Wie doch jeder weiß..."
  126. "Wir haben da so unsere Grundsätze."
  127. "Wir haben doch ohnedies viel zu tun."
  128. "Wir haben jetzt keine Zeit für langes Gerede."
  129. "Wir haben keine Zeit!"
  130. "Wir sind bisher ganz gut damit gefahren. Daher gibt es keinen Grund etwas zu ändern."
  131. "Wir sind bisher ohne das zurechtgekommen."
  132. "Wir sind noch nicht so weit."
  133. "Wir werden uns doch nicht die Finger verbrennen."
  134. "Wo kämen wir denn da hin!"
  135. "Zu modern/zu altmodisch." 
     

In Coachings und in Seminaren widmen wir uns bei Bedarf diesem Thema. Suchen Sie selbst nach Lösungen für Probleme, können wir uns gerne einmal über Möglichkeiten für Sie oder Ihr Unternehmen unterhalten. Schreiben Sie mir eine eMail oder rufen Sie mich an.

Ihr Jörg Kopp

 

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      © Dr. Jörg Kopp, Wiehl | Tel. 0 22 62 / 75 10 86 | www.dr-kopp.com